Wie ich die Fructoseintoleranz besiegt habe

Das letzte mal hab ich euch ja erzählt, wie das mit der Fructoseintoleranz bei mir begonnen hat, wann sie festgestellt wurde und was so rundherum noch alles passiert ist. Heute geht’s darum, wie ich es dann geschafft habe, dass ich heute wieder normal Früchte essen kann.

 

Wer ebenfalls eine Frustoseintoleranz hat oder hatte, weiß wie das ist, ständig muss man aufpassen was man isst. Nicht nur bei Obst, auch mit Gemüse muss man vorsichtig sein und Säfte sollten sowieso besser gemieden werden. Die meisten Süßigkeiten sind (wenn sie nicht mit Zucker gesüßt sind) mit irgeneiner Art von Fructose gesüßt und ganz viele verarbeitete Produkte enthalten irgendeinen Sirup mit richtig viel Fructose. Das macht die Sache mit der fructosearmen Ernährung für viele Leute nicht gerade leicht. Verarbeitete Lebensmittel sollte man eh nicht so viele essen, aber wenn man dann auch noch eingeschränkt ist, wenn’s um Obst und Gemüse geht wird’s komplizierter. Für mich war der Anfang der fructosearmen Zeit sehr hart, ich ernähre mich ja normalerweise haupsächlich von Obst und Gemüse. Kohlgemüse und Hülsenfrüchte konnte ich gar nicht mehr essen. Gluten, Soja und tierische Produkte hab ich zu dem Zeitpunkt auch schon nicht mehr gegessen. Als dann klar war, dass ich eine Fructosekarenz halten muss, hab ich Panik bekommen, „Da bleibt ja nicht’s mehr über“ haben mir alle gesagt. Naja, ganz so schlimm war es dann nicht, aber wenn man gewohnt ist so eine Bandbreite an Lebensmittel zu Verfügung zu haben wie das hier bei uns der Fall ist, kommt einem das natürlich sehr eingeschränkt vor.

 

 

Die Karenzphase

Begonnen habe ich meine Therapie dann mit der sogenannten Karenzphase. Ich habe zwei Wochen lang so weit wie möglich auf Fructose verzichtet. Eine fructosefreie Ernährung ist unmöglich, es geht einfach nur darum so wenig wie möglich davon zu sich zu nehmen, damit sich der Darm mal erholen kann. Also habe ich mich brav die zwei Wochen ziemlich einseitig ernährt und siehe da, es ging mir wirklich schon nach ein paar Tagen gleich viel besser.

(Der Grund, dass die Diät davor nicht angeschlagen hat war vemutlich, dass mein Darm noch so einige andere Baustellen hatte, die ich parallel dazu mit einer Darmsanierung behandelt habe, aber das wäre jetzt zu viel.)

 

In diesen zwei Wochen hab ich mich hauptsächlich von Salaten ernährt. Vogerlsalat, Rucola und Spinat gab’s täglich, ein bisschen Reis, Hirse, Buchweizen und Kartoffeln hab ich auch gegessen. Außerdem hab ich Avocados und Knollensellerie gegessen. Aus diesen wenigen Zutaten kann man wirklich ein paar leckere Gerichte zaubern, aber gegen Ende der zwei Wochen war mir doch schon etwas fad. Aber hey, was sind schon zwei Wochen, wenn man jahrelang Bauchschmerzen hat. Das schlimmste war für mich keine Früchte zum Frühstück essen zu können, ich frühstücke sonst immer süß.

Nach diesen zwei Wochen hab ich langsam begonnen Lebensmittel mit etwas mehr Fructose zu essen.

 

Test- bzw. Aufbauphase

Nachdem ich meine Karenzphase geschafft habe, hab ich mich vorsichtig rangetastet und ausprobiert was geht und was gar nicht geht. Erst mal hatte ich das Gefühl noch weniger zu vertragen als vorher. Eine Karotte war kein Problem, aber mehr gingen anfangs gar nicht. Das war natürlich zuerst frustrierend. Über viele Wochen hab ich dann ausgetestet, immer ein neues Lebensmittel in kleinen Mengen ein paar Tage hintereinander. Wenn’s gut ging, hab ich wieder was neues probiert, wenn nicht hab ich’s wieder für ein paar Tage gelassen. Ich weiß noch genau wie ich mich über die erste halbe Banane gefreut hab! Und nach und nach hab ich tatsächlich einfach immer mehr Obst vertragen, bis ich irgendwann auch wieder Äpfel und Mangos gegessen habe. Diese Phase hat sich aber über mehrere Monate gezogen und natürlich war es nicht immer leicht, aber es hat sich einfach soo sehr gelohnt.

 

Und wenn man’s gar nicht aushält so wenig Süßes zu essen, hat man ja noch die Möglichkeit ab uns zu auf Reissirup auszuweichen. 😉 Mit dem kann man auch richtig tolle Sachen machen, wie zB. meine leckeren Kokoskugeln oder diese megaleckere Vanillecreme.

 

Mittlerweile esse ich wieder ganz normal Früchte, ein Smoothie zum Frühstück, bunte Salate und und ein bisschen Süßkram sind gar kein Problem. Über eine handvoll Datteln hab ich mich noch nicht drüber getraut…

2 thoughts on “Wie ich die Fructoseintoleranz besiegt habe

  1. Toll – das freut mich so. Danke das du die Erfahrung teilst!!! Ich hoffe das lesen ganz viele mit ähnlichen Problemen.

    Liebe Grüße

    Jen

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